Ausprobiert: Vario-Fußrasten von probrake

Ausprobiert: Vario-Fußrasten von probrake
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Meine Zero SR/F macht bereits ab Werk vieles richtig: Sie fährt sich schwerelos, ist einfach zu händeln und bietet ein saugendes Gripgefühl am Hinterrad. Wenn ich es drauf anlegen möchte, wäre sie ein durchschlagendes Hooligan-Bike – und wenn ich damit schräger durch die Kurven könnte. Die Vario-Fußrasten von probrake werden das nun ändern.

Das Symbol von MotorProsa: die Füllfeder.

Weil mein elektrischer Roadster so Vieles richtig macht, bin ich bereits im sechsten Jahr zufrieden mit ihm unterwegs. Nur ein Störgefühl konnte ich bisher nicht auflösen: die für mich zu niedrig angebrachten Fußrasten. Schon während meiner – zugegeben zügigen – Probefahrt auf den Mendelpass nagte es an meinen Stiefeln. Selbst mit den Ballen ganz hinten auf den Rasten blieben kratzende Signale von der Fahrbahn nicht aus.

Das muss aber unter uns bleiben, OK?

Mehr Schräglagenfreiheit
wäre cool

Von Zero gibt es zwar zwei verschieden hohe Sitzbänke für die SR/F (ich fahre die hohe Variante), aber keine Fußablage mit mehr Bodenfreiheit. Der entsprechende Träger ist ein massives Alu-Teil und nicht verstellbar. Ich habe meinen Stiefelverschleiß also durch aktiven Supermoto-Fahrstil reduziert – und das funktioniert durchaus gut, denn die Füße haben nicht viel zu tun: Ein Getriebe gibt es nicht und den Job der hinteren Bremse erledigt die Rekuperation ohnehin besser. Es gab daher selten einen Grund, in Schräglage mein kurveninneres Bein nicht nach vorne zu strecken.

Nix mit Vario - Die Rastenposition ist an der Zero SR/F fix
Fixe Rastenposition an der Zero SR/F

Aber derartiges Gehampel wird auf einem 230 kg schweren Motorrad dann doch irgendwann zum Kabarett. Hinzu kommt: Die saugriffige Sohle eines Daytona-Stiefels sollte in Fahrt echt nicht den Asphalt berühren. Schon gar nicht unfreiwillig, denn das endet immer schmerzhaft. Lösung dafür fand ich keine – bis die Spezialisten von probrake auf mich zukamen. In deren Sortiment finden sich neben Lenkern, Sturzpads und kompletten Bremsen-Kits (Scheiben, Beläge, Stahlflexleitungen, Bremshebel) auch in Länge und Position variable Fußrasten mit fahrzeugspezifischen Adaptern. Genau DARAUF habe ich gewartet.

Los geht’s.
 Wir schrauben.

Der Tausch von Fußrasten ist nicht herausfordernd. Nach wenigen Handgriffen ist das alte Zeug demontiert, die Suche nach den davongeflogenen Niederhaltefedern dauert wesentlich länger. Aber bevor ich mich an die Montage mache, sehe ich mir die probrake-Teile nochmals ganz genau an – nach 25 Jahren in der Beschlägebranche habe ich eine Affinität zu besonderen Metallteilen. Und ich kann nicht meckern:

Aus der Verpackung hole ich erstklassig gefertigte, federleichte und mehrteilige Aluminium-Rasten mit Adaptern und Dekoringen. Unter der Eloxalschicht sind die feinen Frässpuren zu erkennen – das mag ich. Schriftzüge, Logos und die Skalen zum korrekten Ausrichten sind gelasert. Scharfe Kanten oder Grate finde ich keine. Im Vergleich dazu fühlen sich die derb gestanzten Originalteile wie Bewehrungs-Eisen an.

Aluminium, gefräst, eloxiert, schön
Aluminium, gefräst, eloxiert, schön

Vario – Höher,
weiter hinten, länger (oder kürzer)

Was die probrake-Rasten besonders interessant macht, sind die (optionalen), in meinem Fall 25 mm langen Ausleger. Sie werden zwischen Adapter und Rastenkörper montiert und ermöglichen eine nahezu beliebige Position der Fußrasten rund um die Adaptermitte. „Nahezu beliebig“, weil zwölf Positionen vorgegeben sind: 25 mm nach vorne bzw. hinten, 25 mm nach oben bzw. unten und je zweimal dazwischen. Eine formschlüssige Verzahnung sichert gegen unerwünschtes Verdrehen.

Teil der Vario-Magie: Die 25 mm langen Ausleger
Teil der Vario-Magie: Die optionalen Ausleger

Auch in Sachen Länge spielen die probrake-Rasten alle Stücke. Die Rastenkörper können auf 65 mm gekürzt (passend für Sportstiefel und wilde Schräglagen) oder bis auf 85 mm ausgefahren werden. Dann finden auch Endurostiefel darauf Platz. Die erwähnte, ins Alu gelaserte Skala hilft beim Finden der beiderseitigen korrekten Länge.

Die Adapter passen natürlich exakt an die Rastenträger der Zero. Nichts klemmt, nichts wackelt. Wäre bei CNC-gefrästen Teilen mit Premium-Anspruch auch etwas verwunderlich. Irgendwie schade, dass ich dieses edle Schwarz letztlich mit Füßen treten werde.

Variabel in Position und Länge
Soll ich diese edlen Teile echt bestiefeln?

Die mitgelieferten M6er verlangen nach mittelfester Schraubensicherung, schmächtige 10 Nm halten die ganze Partie zusammen. Um mein Schräglagen-Problem final zu adressieren, habe ich die Rasten in die „Kurz nach 12“-Position montiert. Circa 25 mm höher und weiter hinten klingen wenig dramatisch, der Krampf im Oberschenkel kündigt sich aber wesentlich schneller an. Ich werde künftig vor dem Aufsitzen Dehnübungen machen.

Fazit: Kleine Teile,
 große Wirkung

Kennt Ihr den Moment, wenn Ihr nach einer Veränderung am Motorrad losfährt und Euch fragt: „War das jetzt gut oder ein Fehler?“ Die Antwort gibt es nach wenigen Kurven. Meine Füße liegen nun höher, der Kniewinkel ist enger, die Rasten beißen sich verbindlicher in die Stiefelsohle. Ein Abrutschen in unkonzentrierten Momenten oder im Nassen wird es nicht mehr geben, und das Alles fühlt sich sportlicher, tatsächlich besser an. Also: „Ja, war gut.“

Zero SR/F mit originalen Fußrasten ...
Zero SR/F mit originalen Fußrasten …
Zero SR/F mit den Varios von probrake
… und mit den Varios von probrake

Mit den Jahren hat meine Motorrad-Eitelkeit unbestritten nachgelassen. Trotzdem muss ich sagen: Die einstellbaren Rasten von probrake sehen gut aus. Ob sie meine SR/F schöner machen, sei dahingestellt – aber sie passen auf jeden Fall besser zum Kaufpreis der Zero als die originalen Teile. Und sie lösen ein Problem, das sechs Jahre lang mitgefahren ist.


Diese Vario-Rasten gibt es für alle gängigen Motorräder, für Fahrer und Beifahrer. Wer massiven Grip sucht, der wählt die „Desert“-Variante mit Endurokralle, für Verwöhnte und Sensible ist die „Comfort“-Version mit Gummi-Auflage gedacht. Und wer nach der Devise „Mehr Farbe braucht das Land“ lebt, kann zwischen sieben verschiedenen Farbringen wählen.

Die ABE für das allfällige Polizeigespräch am Straßenrand wird mitgeliefert. Eine Eintragung der Vario-Rasten ist nicht notwendig, die Montageanleitung gibt’s per QR-Code oder auf der Website von probrake.


Wer ist
 probrake?

probrake entwickelt und vertreibt unter anderem Brems- und Kupplungshebel, Stahlflexleitungen, Bremsscheiben sowie Zubehör wie Fußrasten und Schutz-Teile. Das Unternehmen baut seit 2010 in Deutschland Premium Parts fürs Motorrad – mit Fokus auf Sicherheit, Funktion und zum Motorrad passenden Look. Das Sortiment deckt von japanischen Sportlern über europäische Naked Bikes und Tourer bis hin zu Harley-Davidson, Vespa und Quad ein breites Spektrum ab.

Die vorgestellten Vario-Fußrasten sind für Fahrer gedacht, die ihr Motorrad fein abstimmen wollen. Die Verstellung über die Verzahnung sorgt für eine stabile Positionierung und reproduzierbare Einstellungen, auch nach einer evtl. Demontage.


Der Ordnung halber

Die einstellbaren Vario-Fußrasten mit blauen Distanzringen und Auslegern wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich muss diesen Beitrag somit als Werbung kennzeichnen.


Das Symbol von MotorProsa: die Füllfeder.

FAQ zu den Vario-Fußrasten von probrake

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